Löschmittel

EINSATZ ALS LÖSCHMITTEL

Für schwer beherrschbare Brandlasten, multifunktional, umweltfreundlich, wiederverwendbar

Löschmittel haben die Aufgabe, brennende Stoffe unter Berücksichtigung ihrer Brandklasse und des Umfelds zu löschen. Sie werden von den Feuerwehren oder in automatischen Feuerlöschanlagen eingesetzt. Zur Selbsthilfe werden sie auch in mobilen Einheiten vorgehalten.

Extover® Feuerlöschgranulat ist für Brandlasten der Klasse D geprüft. Problematische Brandlasten wie Metallbrände (z. B. Magnesium und Natrium) oder Lithium-Batteriebrände lassen sich mit Extover® beherrschen und löschen, ohne dabei Löschmittelschäden zu verursachen.

Die Einsatzgebiete

Das Granulat eignet sich hervorragend zur Verwendung in industriellen Anlagen, Produktionsbetrieben, Datenverarbeitungszentren sowie im Lager- und Transportbereich. Durch die elektrische Isolationsfähigkeit ist Extover® auch hervorragend für den Einsatz im Energiespeicher- und Energieversorgungsbereich geeignet wie zum Beispiel im Transformatorenschutz. Extover® ist staubarm, inert, frostunempfindlich und lässt sich leicht wieder entfernen.

Server-Räume
Telekommunikationszentralen
Maschinenräume
Luft- und Schifffahrt
Gefahrguttransporte (Lithium Batterien)
Museen
Archive
Energieanlagen
Produktionsanlagen
Tankanlagen

Die Kombination mehrerer Vorteile

Extover® schwimmt auf Flüssigkeiten und bildet dichte Schichten. Das geringe Gewicht vereinfacht die Handhabung und Lagerung sowohl in stationären als auch mobilen Anlagen. Das Granulat lässt sich per Hand, maschinell oder über Falleinrichtungen auf den Brand aufbringen. Extover® kombiniert verschiedene Vorteile in einem Produkt und kann die Nachteile von konventionellen Löschverfahren im Anwendungsfall reduzieren.

Sprinkleranlagen, Sprühwasseranlagen

  • Hohe Wassermengen
  • Hohe Wasservorhaltung
  • Hohes Gewicht (Wasser und Rohrleitungen)
  • Hoher technischer Aufwand
  • Löschmittelschäden (Wasserschäden)

Pulverlöschanlagen

  • Hoher technischer Aufwand
  • Löschmittelschäden (Hoher Verschmutzungsgrad)
  • Nicht für technische Anlagen empfohlen
  • Nicht wiederverwendbar

Schaumlöschanlagen

  • Hohe Wassermengen
  • Hohes Gewicht (Wasser und Rohrleitungen)
  • Sehr hoher technischer Aufwand
  • Chemische Zusatzstoffe
  • Löschmittelschäden (Wasserschäden)

Gaslöschanlagen

  • Hoher Druckaufbau
  • Sehr hoher technischer Aufwand
  • Lebensgefahr für Personen
  • Umweltbelastend (CO2)

Extover® Feuerlöschmittel für Lithium-Brände und andere Metallbrände (Klasse D)

Leichtmetallen wie beispielsweise Lithium, Natrium, Magnesium oder Aluminium kommt eine wachsende Bedeutung zu. Sie finden verstärkt Anwendung im Fahrzeug- und Flugzeugbau Anwendung. Die Verarbeitung, Transport und Lagerung ist jedoch eine große Herausforderung, da viele Leichtmetalle leicht entzündlich bzw. hochreaktiv sind. Lithium und Natrium reagieren bereits im kalten Zustand mit Wasser wobei sich zusammen mit der Luft hochexplosives Knallgas bildet

Metallbrände sind deshalb in der eigenen Brandklasse D zusammengefasst. Die außerordentlich hohen Temperaturen, die erreicht werden lösen unerwartete chemische Reaktionen aus, die bei niedrigen Temperaturen gar nicht ablaufen würden. Daher besteht beim Löschen Lebensgefahr.

Wasser und Schaum eignen sich nicht zum Löschen von Metallbränden. Magnesium, Aluminium und Titan entwickeln hohe Temperaturen von bis zu 3000 Grad Celsius. Beim Löschen mit Wasser würde dieses in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten werden – es folgt eine heftige Explosion (Knallgas-Reaktion). Wasser und wasserhaltige Löschmittel sind daher ungeeignet.

Ebenso ungeeignet sind Kohlendioxid und ABC bzw. BC Löschpulver. Bei den hohen Temperaturen wird der chemisch gebundene Sauerstoff als Nahrung für den Brand herangezogen. Selbst unreaktiver Stickstoff wird bei diesen Temperaturen zur Reaktion (Nitrierung) gezwungen und kann von brennenden Metallen als Ersatz für fehlenden Sauerstoff herangezogen werden.

Die Löschwirkung von Extover® bei Metallbränden wurde von der MPA Dresden anhand eines Natrium- und Magnesiumbrandes getestet und bestätigt. Extover® wird dazu weich auf den Brand aufgebracht. Das Blähglasgranulat umschließt den Brand und erstickt diesen. Bei besonders hohen Temperaturen schmilzt das Blähglas und breitet sich auf der Oberfläche des brennenden Metalls aus. Durch die Schmelze bildet sich ein luftdichter Abschluss, der beim Abkühlen verkrustet und den Metallbrand erlöschen lässt. Ein Wiederaufflammen wird effektiv verhindert.

Konfrontation mit Metallbränden

Bereiche, die immer wieder mit Metallbränden konfrontiert werden sind metallverarbeitende Betriebe, Stahlindustrie, Recyclingunternehmen, Hersteller von Lithium-Batterien, Containerbetreiber und die Automobilindustrie und deren Zulieferer. Im Gegensatz zu Sand oder Salz lässt sich Extover® wesentlich einfacher handhaben und in entsprechend hohe Mengen leichter auf den Brand aufbringen.

Metallverarbeitendes Gewerbe
Stahlindustrie
Gießereien
Recyclingunternehmen
Hersteller von Lithium-Batterien
Containerbetreiber
Automobilindustrie