Gefahrgutrecht

GEFAHRGUTRECHT

Transport beschädigter Lithiumbatterien

Neben den meist harmlosen Alltagsgütern werden auch gefährliche Güter in unserer industrialisierten Gesellschaft häufig verwendet und befördert. Zu diesem Zweck wurden Regelwerke auf globaler Ebene geschaffen, die die sichere Beförderung dieser sensiblen Güter gewährleisten. Die Vorschriften werden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen in Wissenschaft und Technik laufend überprüft und weiterentwickelt.

Informationen zu Gefahrgutrecht und –vorschriften finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur oder auf internationaler Ebene auf den Internetseiten der UNECE (United Nations Economic Commission for Europe)

Link: Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BVMI)

Link: UNECE (United Nations Economic Commission for Europe)

Die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) in Berlin ist die zuständige Behörde in Deutschland für die Prüfung, Zulassung und Qualitätssicherung aller Arten von Gefahrgutverpackungen. Sie unterstützt die Bundesregierung bei der Umsetzung und Fortschreibung des Gefahrgutrechts sowie der zugeordneten Normung auf nationaler und internationaler Ebene.

Link: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Vorschriften für den Transport von beschädigten Lithium-Batterien

Die Sondervorschrift 376 und die Multilaterale Vereinbarung M259 mit den Verpackungsanweisungen P908 und LP904 regelt den Transport beschädigter Lithiumbatterien (UN 3090, 3091, 3480 und 3481), die während des Transports unter normalen Beförderungsbedingungen nicht gefährlich reagieren.

Die Inhalte dieser Vorschriften wurden in das ADR 2015 (European Agreement concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Road) übernommen. Werden die Voraussetzungen der Sondervorschrift 376 eingehalten, so ist die zuständige Behörde künftig nicht mehr zu informieren.

Zur Beförderung zählt auch das Verpacken, Verladen und Versenden von Lithium-Batterien (und Lithium-Zellen). Dabei sind komplexe gefahrgutrechtliche Vorschriften zu beachten. Geschuldet sind die weitreichenden Regelungen der potentiellen Brand- und Explosionsgefahr der Lithium-Batterien.

Insbesondere bei beschädigten oder defekten Lithium-Batterien und Zellen, die unter normalen Beförderungsbedingungen zu einer schnellen Zerlegung, gefährlichen Reaktion, Flammenbildung, gefährlichen Wärmeentwicklung oder einem gefährlichen Ausstoß giftiger, ätzender oder entzündbarer Gase oder Dämpfe neigen, ist die Gefahr erhöht und die Vorschriften streng. Dies erfordert von Unternehmen die an der Beförderung von Lithium-Batterien beteiligt sind entsprechendes Know-How.

Normen und gesetzlichen Regelungen Gefahrgut

Nationale Vorschriften: GGVSEB, GGVSee, GGVBInSchV, GbV
Internationale Vorschriften: ADR, RID, IMDG, ADN, IATA
Sowie angrenzende Vorschriften wie StVO, Chemikalienrecht, Abfallrecht

Deutschland: BMVI Gefahrgutrecht

Europe: OTIF RID (Regulation concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Rail)

International: UNECE Dangerous Goods Regulations

International: IATA – International Air Transport Association, Dangerous Goods Regulations (DGR)

International: UNECE ADR (European Agreement concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Road) 

International: UNECE ADN (European Agreement concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Inland Waterways)

International: IMO International Maritime Organization IMDG